Lavendel – Lavendula

Wer kennt ihn nicht, den Duft von Lavendel?! Selbst meine Enkelin Lina, damals 2 ½ Jahre alt, benannte den Lavendel eindeutig unter vielen angebotenen Pflanzen in einem Gartencenter.

Lavendel ist eine große Seelenpflanze, deren Bedeutung schon seit Jahrhunderten intuitiv verstanden wird. Das kommt u.a. im wissenschaftlichen Namen zum Ausdruck, der vom lateinischen „lavare“ (waschen) kommt. Die Reinigung ist aber nicht stofflich zu verstehen, sondern es ist eine seelische Reinigung, die durch den Duft bewirkt wird. Selbst das BGA übernimmt weitgehend bei dieser Pflanze die Erfahrungswerte der Volksmedizin.

Der Lavendel ist in Ländern des westlichen Mittelmeeres heimisch. Die blauen bis violetten Blüten erscheinen von Juli bis August. In unseren Breitengraden wird der Lavendel in Gärten gezogen, auch der arzneilich genutzte stammt aus Kulturen.

Geerntet werden die Blüten, wenn sie sich gerade entfaltet haben. Man schneidet die Blütentriebe ab, hängt sie zum Trocknen auf und rebelt dann die Blüten ab.

Das überaus angenehm duftende ätherische Öl der Blüten ist der Hauptwirkstoff des Lavendels. Dieses Öl gewinnt man durch Wasserdampfdestillation, welches dann in Duftlampen oder in Mischungen mit fetten Ölen Verwendung findet. Das ätherische Öl des Lavendels hat u.a. eine desinfizierende, antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung, die in der Aromtherapie vielfach genutzt wird.  Reine ätherische Öle sollten aber niemals von Laien eingenommen oder unverdünnt direkt auf die Haut gegeben werden. Allerdings kann eine Raumklärung durch Duftlampen bzw.-steine schon ansatzweise entsprechende Wirkungen erzielen. Diesen Aspekt sollte man gerade in Zeiten von Grippewarnungen in Erinnerung haben.

Lavendel aus meinem Garten

Lavendelblüten wirken beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Der Gerbstoffgehalt dieser Pflanze hat eine stopfende Wirkung bei Durchfällen, besonders bei solchen, die mit Gärungserscheinungen einhergehen. Auch als Gallemittel spielen Lavendelblüten eine Rolle. Doch selten gebraucht man Lavendelblütentee allein, meist gibt man ihn Mischungen bei, die das Einschlafen fördern oder strapazierte Nerven beruhigen sollen.

Für den Lavendeltee übergießt man 2 Teel. Lavendelblüten mit einem viertel Liter kochendem Wasser und lässt ihn 5-10 Minuten ziehen und dann abgießen. Mit Honig gesüßt, beruhigt der Tee gereizte Nerven, gegen Magen- und Darmbeschwerden sollte er ungesüßt getrunken werden.

Ein Lavendel-Bad bekommt Menschen mit zu niedrigem Blutdruck besonders gut. Auch zur Beruhigung und Entspannung ist ein Lavendel-Bad angesagt. Hierfür werden 50-60 g Lavendelblüten mit 1 l Wasser übergossen und zum Sieden erhitzt und nach 10 Min. abgießen. Diese Menge wird dann einem Vollbad zugefügt.

Ferner ist zu erwähnen, dass der Lavendel eine wunderschöne Unterpflanzung für Rossen ist.

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